Sommer. Sonne. Dauerlauf.

Das reimt sich zwar nicht, aber es trifft die Bedingungen für den Europawochelauf 2026 ganz gut. Die Sonne meinte es gut mit uns und nach dem Unwetter vom Vortag strahlte sie ab der frühen Morgenstunde auf das Hennefer Stadtgebiet. Sie heizte die Luft und den Asphalt schnell auf Temperaturen jenseits der 30° auf. Reichlich trinken war damit eine der Grundbedingungen um den Lauf gesund und (je nach Trainingsstand und Motivation) schnell zu beenden.

Ab 9 trafen sich Jung und Alt in Weingartsgasse. Man tauschte kurz Neuigkeiten aus und bereitete den Wasserstand vor. Es galt schließlich den Läufern nach dem beschwerlichen Anstieg ins Dorf hinein für den Rest des Weges wieder Kraft zu geben. Die Rot-Weißen Wimpel über die Straße gehängt, drei Biertische auf der einen Seite aufgestellt, und überall, wo eine glatte Fläche war, Becher mit kühlem Wasser verteilt.  Dann noch die Musik an, die Würstchen ins Wasser, die Brötchen angeschnitten und natürlich auch die gekühlten Getränke für die fleißigen Helfer bereitgestellt.

So vorbereitet begann das Warten auf die Läufer des KSK-Brückenlaufs (Halbmarathon Start 09:30).  Die ersten beiden Läufer kamen schon um 09:43:46 Uhr und nahmen jeweils so viele Becher wie sie Hände hatten. Dann noch den Umweg durch die am Rand der Straße aufgestellten Rasensprenger und schon waren sie um die Kurve herum enteilt. Wow!

Es dauerte dann noch ein paar Minuten, in denen immer mehr Läufer kamen, bis das Hauptfeld an unserem Wasserstand vorbeilief. So viele Läufer! So viel Durst! Wir kamen gar nicht mehr nach mit dem Auffüllen der Becher. Sobald ein Becher stand, wurde er schnell gegriffen und begierig leer getrunken. Es hörte gar nicht auf! Immer mehr Läufer kamen durch die Kurve, liefen unter den anfeuernden Rufen und dem motivierenden Applaus den Berg hinauf und brauchten eine kühle Erfrischung. Nach dem letzten Läufer dieser Disziplin hatten wir Zeit mal kurz durchzuschnaufen und die Tische wieder aufzufüllen. Mittlerweile hatten wir schon gut die Hälfte unserer Wasservorräte ausgeschenkt. Auch die Sonne nahm sich ein Beispiel an den Läufern und lief jetzt zur Hochform auf. Die Temperatur stieg immer höher. Und noch standen der HIT Panoramalauf und die Walking / Nordic Walking Teilnehmer auf unserer Warteliste. Uff!.

Jetzt konnten wir uns aber erstmal selbst verpflegen und uns über Gott und die Welt austauschen. Es war schön, so gemeinsam im Schatten des Carports zu sitzen, Würstchen zu essen und einfach Spaß zu haben. Es war wie immer toll in dieser netten Nachbarschaft!

Um 10:45 startete der HIT Panoramalauf und gegen 11:00 waren dann auch hier die ersten Läufer in der Weingartsgasse. Das Feld war dichter und entsprechend wurden uns die Becher aus den Händen gerissen. Mittlerweile waren auch unsere jüngsten Dorfbewohner dabei und halfen fleißig beim Verteilen. Sie schnappten sich die gefüllten Becher und reichten diese voller Stolz den vorbeiziehenden Läufern. Becher um Becher ging es raus, fast viel schneller als wir nachfüllen konnten. Irgendwie schafften wir das aber doch. Als die letzten Läufer und Walker durch waren, hatten wir 14 Kisten Wasser verteilt und noch genau eine Kiste über. Das hat diesmal sehr genau gepasst!

Nachdem die letzten Walker durch waren, verblieben wir noch ein wenig unter dem Carport. Es gab reichlich Würstchen, Brötchen, kühle Getränke (mit und ohne Alkohol). Und natürlich nette Gesellschaft. Als Überraschung gab es noch eine leckere gespendete Obsttorte, Kaffee und Eis in allen Farben. Hmmm 🙂 Schließlich wurde noch gemeinsam aufgeräumt und alles wieder verstaut. Es hat wieder richtig Spaß gemacht!

Der einzige Wermutstropfen war dieses Jahr, wie in jedem Jahr, die hohe Anzahl der Autos, die durch die Läufergruppen fuhren. Dieses Jahr war so, als ob es überhaupt keine Streckensperrung geben würde. Autos kamen von links und rechts, einzeln und in Kolonne. Jedes Jahr werden es mehr und manch ein Autofahrer drängt die Läufer rücksichtslos an den Straßenrand. Es ist echt eine bodenlose Frechheit, was sich mancher Verkehrsteilnehmer erlaubt. Es wäre schön, wenn das nächstes Jahr besser organisiert wird und es Streckenposten gäbe, die die Streckensperrung auch durchsetzen.

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